Die Kirche und das liebe Geld

Ein Plädoyer für verantwortliches Handeln

 

Die Kirche und das liebe Geld

Christoph Bergner

Die Kirche und das liebe Geld
Ein Plädoyer für verantwortliches Handeln

Das Verhältnis von Kirche und Wirtschaft war in den vergangenen Jahrzehnten oft von kritischer Distanz und ideologischer Voreingenommenheit geprägt. Der gern vorausgesetzte Widerspruch zwischen kirchlichem und wirtschaftlichem Handeln lässt sich aber entschärfen und in eine fruchtbare Beziehung setzen – so der Autor in seinem engagierten Plädoyer für ein verant- wortungsvolles Handeln in Kirche und Gemeinde. Christoph Bergner zeigt, dass Kirche und Wirtschaft schon immer aufeinander bezogen waren. Theologische Einsichten prägen das Wirtschaftsleben bis heute. So hat der Protestantismus für die wirtschaftliche Entwicklung der Neuzeit und das Modell der Sozialen Marktwirtschaft entscheidende Beiträge geleistet. Und die Kirche ihrerseits war stets ein Teil dieser Welt, ohne wirtschaftliche Prozesse kann sie nicht leben und schon gar nicht überleben. Gerade die Wirtschaftskrise wird die Kirche zwingen, ihr bisheriges wirtschaftliches Handeln zu überprüfen. Dies fordert eine radikale Umkehr im Verständnis kirchlicher Arbeit, sie darf nicht länger funktionalisiert und in hierarchischen Strukturen mit hohem Verwaltungsaufwand geordnet werden. Dazu legt der Autor konkrete Vorschläge vor und mahnt die evangelischen Einsichten an, die die wirtschaftlichen Entscheidungen in der Kirche prägen sollten: hohe Eigenverantwortung, flache Hierarchien und einen ausgeprägten Sinn für das Gemeinwohl.

 

Der Autor Dr. Christoph Bergner ist Pfarrer der Evangelischen Kirche in Hessen und Nassau und Mitglied der Synode mit dem Arbeitsschwerpunkt kirchliche Finanzen. Zahlreiche ehrenamtliche Engagements im Bereich Vermögensverwaltung und Fundraising u.a. für die Hospizstiftung Bergstraße.

 

Das Buch ist 2009 im Calwer Verlag erschienen.
(198 Seiten, ISBN 978-3-7668-4100-1, EUR 10,95)