Hanns Kerner (Hg.)
Zwischen Heiligem Drama und Event
Auf dem Weg zu einer zukunftsfähigen Agende
Während der eine Gottesdienst den Regeln des Heiligen Dramas und der nächste der Zwanglosigkeit des Events folgt, versucht der dritte, beides miteinander zu verbinden. Angesichts der Pluralität der Gottesdienstformen stellt sich vermehrt die Frage, ob nicht im zentralen Gottesdienst am Sonntagvormittag eindeutige und rituellen Gesetzmäßigkeiten folgende Ordnungen nötig sind, und ob das Baukastenprinzip heutiger Grundformen nicht ersetzt werden müsste.
In acht Beiträgen werden Perspektiven für die Zukunft beleuchtet; sie enthalten programmatische Visionen, historische und theologische Analysen sowie empirische Erkenntnisse. Es wird danach gefragt, ob und wie gottesdienstliche Spielformen unterschieden werden können, ob der Gottesdienst als Ritual oder als Drama aufgefasst sein will und wie sich kulturelle und epische Formen voneinander abgrenzen.
Zum Herausgeber: Hanns Kerner, Dr. theol., Jahrgang 1950, ist Leiter des Gottesdienst-Instituts der Evangelisch-Lutherischen Kirche in Bayern und lehrt als apl. Professor für Praktische Theologie an der Theologischen Fakultät der Universität Erlangen-Nürnberg. Er hat zahlreiche Publikationen aus den Bereichen Liturgie und Ökumene vorgelegt.
Das Buch ist 2009 in der Evangelischen Verlagsanstalt Leipzig erschienen.
(176 Seiten, Paperback, ISBN 978-3-374-02675-3, 18,80 EUR)